Einträge für den Monat: Juli 2011

Schweden Tagebuch Tag 4

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Wir und der liebe Gott, wir haben uns geeinigt. – Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs. siehe Bilder


Schweden Tagebuch Tag 3

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Tag 3

Sommer, Sonne, Sonnenschein, Schweden lässt die Sonne rein. Irgendjemand hat den perfekten Tag ausgerufen und viele sind gefolgt. Leider zuviele. Wir sitzen an der Kante und haben das Gefühl zwischen Himmel und dem Sonderabverkauf am Wühltisch zu stehen. Die Köningerbande beobachtet das Treiben ein Weilchen, der eine oder andere, der die Spielregeln des Himmelsverkehrs nicht einhält wird in einwandfreien Schwäbisch zurecht gewiesen und irgendwann ziehen die Reiseführer die Reißleine: Der Tag ist zu gut um ihn hier zu vergeuden. Ab geht es an einen geheimen Ort. Naja, so geheim ist er nicht, es sind ungefähr eine Millionen Touristen dort, aber kaum einer der fliegt.
Toll gewählt. Endlich geht es los. Es wird geflogen und geflogen und geflogen. Irgendwann stellt man fest, dass die Sonnencreme mit Faktor 30 einfach zu niedrig gewählt ist, aber man fliegt weiter, als gäbe es kein Morgen. Als der Wind langsam nachlässt, so wie die Kräfte auch, wackelt man irgendwie benommen zum Bus.
Die Heimfahrt wird still, bedenklich still, als wäre jemand gestorben. Aber so ist das eben, wenn die Synapsen durch ständige Reizüberflutung den Geist aufgegeben haben. Steigerungsmöglichkeit…Tendenz NULL. Was jetzt noch kommt, muss sich schon sehr, sehr anstrengen. Gute Nacht.


Schweden Tagebuch Tag 2

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Es ist Abend und wir scheinen alle Blei in den Füssen, Gift in den Muskeln, einen unstillbaren Bierdurst zu haben und jammern weil ALLES weh tut. Was soll man sagen: Wir konnten alles geben, haben alles gegeben und müssen nun leiden und wir tun es verdammt gerne für das was war.
Es beginnt für einen Teil der Gruppe mit Groundhandling, für die, die nicht direkt losfliegen können oder wollen. Aber das hat es in sich. Anfangs fliegen die “Fetzen” hin und her, doch mit fortschreitender Zeit und mit erlahmenden Muskeln wächst das Verständis für das im gefühlten Sturm fliegende Ding über einen, als ob man jahrelange Flugerfahrung innerhalb von Stunden von irgendjemanden geschenkt bekommt. Man freut sich, hat ein fettes Grinsen auf dem Gesicht, welches man erst verliert, als die Muskeln anfangen zu schreien.
Nach kurzer Pause geht es ab an die Kante. Fliegen steht in der zweiten Hälfte des Tages auf dem Programm und obwohl man Lust hat, muss man sich fast zwingen, so fertig sind wir von den Übungen. Aber kaum in der Luft, ist alles vergessen. Es ist kinderleicht, man gleitet an der See entlang, genießt den Anblick der rauschenden Wellen und ist kurz vorm abschalten. Durch Anweisungen über Funk ist sichergestellt, dass man nicht ganz den Boden unter den Füssen verliert und so vergehen Minuten, Stunden, Tage, ups, das letzte war wohl zuviel….aber man ist ganz weit weg und leicht.
Und jetzt ruft der Hunger und irgendwann hat ja auch alles ein Ende…..oder einen Anfang und der ist Morgen.


Schweden Tagebuch Tag 1

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Tag 1

Nach einer gefühlt unendlich langen Fahrt, ausgelöst durch den überirdischen Ferienwunsch der Nordvölker Deutschlands, endlich die Ankunft in Schweden. Ab ins Bett, denn kurz vor Mitternacht geht nicht mehr viel. Jede Anfrage an die Fahrer geht ins Leere, die Konzentration durch die Fahrt gefressen, die Möglichkeit für Konversation auf Null gesenkt.
Am nächsten Tag erwartet uns das Wetter mit brachialen, ungewöhnlich heftigen Windstärken. Mit gutem Willen der Köningerbande wird ein perfekter Tag fürs Groundhandling prognostiziert. Die eigenen Schirme bleibem im Bus. Unmöglich mit  großen Quadratmeterzahlen die Winde zu beherschen und am Boden zu bleiben. Selbst mit Speedflighern hebt Mann und Frau ab. Enorm welche Kräfte Spitzengeschindigkeiten bis zu 60 KM/H entfesseln. Mit Erfurcht wird jeder einzelne gecoucht und mit Feingefühl in die laminare Fliegerei einwiesen.
Nachdem hier die Emotionen abgeebt sind, geht es ab zum Strand. Herrlicher Sand erwartet uns und Wellen die auch für die Veranstalter ungeahnte Höhen zeigen. Michel schnappt sich den Kite und stellt sich denn Wellen. Alle schauen zu, wieder ein Erlebnis mehr.Ab nach Hause, die Erlebnisse des Tages schreien nach Nahrung. Erstaunlicherweise gibt es bei allen “Haushalten” schwäbische Küche, ohne dass davor abgesprochen wurde. Mit einigen Sundownern, angeregten Gesprächen geht der Abend zu Ende, mit großer Lust und Erwartung auf den nächsten, erhofften perfekten Flugtag.

Liebe Grüsse Andi


Streckenflugseminar Tag 4

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