Chrigel Maurer trennen noch 80 Kilometer von seinem 5. X-Alps-Sieg.

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Medienmitteilung vom 12. Juli 2017 0600 Uhr – Chrigel Maurer am 8. Red Bull X-Alps

Das X-Alps wird zu Fuss im Finish entschieden!

Chrigel Maurer trennen noch 80 Kilometer von seinem 5. X-Alps-Sieg. Der heutige Tag dürfte die definitive Entscheidung bringen. Sein hartnäckigster Widersacher ist wieder zurückgefallen.

Bis gestern Nachmittag lief wenig bis gar nichts bei Chrigel Maurer: „Es war der ineffizienteste Tag meiner ganzen X-Alps-Karriere. In zehn Stunden kam ich gerade mal 20 Kilometer weit.“ Nach drei kurzen Flügen bei fast unmöglichen Bedingungen musste er schliesslich die Berge in Richtung Flachland verlassen, um überhaupt weiter zu kommen. Die zwei Versuche am Gran Truc und an der Punta Vergina endeten in durchschlittlichen Talflügen und Senken bis zu 5 Meter pro Sekunde, der zweite immerhin mit Rückenwind und einer effektiven Fluggeschwindigkeit von 124 km/h (laut Tracking!) Tal auswärts bis nach Cavour. Von da weg war endlos langes Wandern der stark befahrenen Hauptstrasse SS589 entlang mit viel Verkehr angesagt. Was heist da Wandern: Chrigel fand heraus, dass sein entzündetes Knie beim Joggen weniger schmerzt als beim Gehen. Also rannte er gestern Abend noch fast eine Marathondistanz, nämlich 40 Kilometer mitten im Verkehr. Und wird es für die heutigen ersten acht bis zehn Stunden wohl auch sein, denn für heute sind ähnliche Wetterverhältnisse angesagt wie gestern: „Schon am Montag haben wir gemeint, es fliege dann am nächsten Tag super, doch gestern war überhaupt nichts zu wollen“, so Chrigel Maurer. Der vierfache X-Alps-Sieger geht somit davon aus, „dass ich die restlichen 80 Kilometer nach Monaco mehr oder weniger zu Fuss bewältigen werde. Hoffe einfach, dass das Knie das noch durchhält.“ Wenn er heute Nachmittag auf dem Tendepass (1’871 m) fliegen kann, ist alles möglich. Entweder trifft er spätabends im Ziel ein, oder aber morgen früh. Wer weiss, vielleicht ergibt sich heute trotzdem irgendwo noch eine Möglichkeit, ein paar Kilometer fliegend zu absolvieren. Dabei wird Chrigel extrem gut auf die gegebenen Lufträume achten müssen, wie er dies gestern schon musste. Da flog er mit Wingovern und Spiralen fast schier im Slalom um die engen Lufträume südlich von Turin und landete in Cavour sogar 20 Meter neben einer solchen Sperrzone.

Heute kommt die Familie nach Cuneo

Hinter Chigel hat Benoît Outters gestern mit fleissiger Laufarbeit den Rückstand vorübergehend auf 40 Kilometer reduzieren können, doch am Abend baute Chrigel mit seiner Joggingeinlage den Vorsprung wieder auf 56 Kilometer aus. Den Ultramarathonmann aus Frankreich gilt es aber mit grösster Aufmerksamkeit zu beobachten. Mit einer Tempoverschärfung könnte er Maurer im Schlussteil noch sehr gefährlich werden. Hinter ihm macht Paul Guschlbauer (A) Druck, er hat das Matterhorn passiert und flog gestern auf über 3’000 Metern Höhe ins Aostatal hinunter.
Übrigens wird Chrigel heute im Verlaufe des Nachmittags Besuch erhalten, der ihn zusätzlich motivieren dürfte: Seine Mutter Monika und Partnerin Yvonne Appenzeller befinden sich auf dem Weg in den Süden, um ihren Chrigel auf den letzten Kilometern nach Monaco zu begleiten.

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