Glücklich in Ghachok!

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Vielen Dank an alle, die mit uns gefiebert haben und uns die Daumen gedrückt haben. Es hat geklappt, wir sind glücklich alle wieder im Tal gelandet. Nach zwei Tagen Aufstieg durch die unberührte Natur, mit vielfältigen Eindrücken und Ausblicken, sind wir am Morgen aus den Zelten gekrochen und standen erst mal in einer Wolke. Es sah gar nicht so aus, als ob wir den Korchon von unseren Flügeln getragen verlassen könnten. Es war vielleicht sieben Uhr als ich mit Eugen am Funk die Lage besprochen habe und ihm mitteilte, dass wir uns wohl auf einen Abstieg vorbereiten werden, als ich im gleichen Augenblick ein Stück des Flusses im Tal erblicken konnte. Jetzt brach euphorische Panik aus, schnell die sieben Sachen verstaut und das Gurtzeug angelegt. Fabian machte wild entschlossen den Anfang, beim zweiten Anlauf stieg sein Schirm gerade nach oben und er war „airborn“ begleitet von Jubelschreien. Jetzt galt es, das kleine Loch am Hang in der Wolkendecke zu zentrieren, solange bis die Sicht talauswärts frei war, und sich dann mit hoffentlich noch ausreichender Höhe in Richtung Landeplatz auf den Weg zu machen. Zwei weitere solche Fenster, wo auch gleichzeitig der Wind einen Start erlaubte, bekamen wir noch, auch Werner und Conny haben die diffizile Flugaufgabe mit Bravour gemeistert. Jedes mal wenn Eugen einen Piloten in Sicht meldete, waren wir sehr froh, das es auch in der Praxis so funktionierte, wie wir uns das vorgestellt hatten. Besonders gefreut hat es mich für den Werner, da er vor zwei Jahren schon einmal vom Korchon absteigen musste. Danach hüllten die Wolken uns wieder in dichten Nebel, Valeska, unser Rookie, Mario der Profi, Christoph und ich machten uns an den Abstieg, baten aber die Träger, bei uns zu bleiben, falls sich weiter unten noch eine Möglichkeit zu starten ergeben sollte. Und tatsächlich fanden wir nur 200 Meter tiefer einen zwar etwas verwegenen, aber möglichen Startplatz an der Wolkenbasis. Nach einigen Überlegungen machte Valeska einen exzellenten Anfang bei guter Sicht,
Jubel der Erleichterung, und Mario startete mit den Bedenken, die die Erfahrung mit sich bringen, hinterher, kurz bevor wir wieder von Nebel eingehüllt wurden. Kurz später kamen auch Christoph und ich noch wohlbehalten in die Luft, die Sicht reichte bis  mindestens zum Display des GPS und nach ein paar Sekunden waren wir frei! Große Erleichterung für alle. Die Träger, weil sie weniger Tragen mussten, und wir, weil alle glücklich, erschöpft und zufrieden im Tal waren! Den Rest des Tages liessen wir mit einem Frühschoppen und Frühstück gemütlich angehen, für einige ging der Frühschoppen nahtlos ins Abendessen mit anschließendem
Folkloreabend über.
Und ab geht es schon wieder, wehmütig verlassen wir in ein paar Minnuten Ghachok, Tanken nocheinmal die notwendige Ruhe und Geduld für den Heimflug in einem
Tibetischen Kloster, bevor wir nach einem Abend in Kathmandu diesem wundervollen Land den Rücken zukehren, hoffentlich bis in einem Jahr. Seid gegrüßt.
Namaste. Christoph und Anselm



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